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wirthwerk

Projekt 01 · Lagerverwaltung

Vom gewachsenen Altsystem zur Web-Anwendung – ohne dass ein einziger Datensatz verloren ging.

Artikel, Kunden und Bestellungen wurden in einer Desktop-Anwendung gepflegt, die nur auf den Rechnern im Büro lief. Wer im Lager etwas entnahm, notierte es auf Papier und trug es später nach – oder eben nicht. Der Bestand im System und der Bestand im Regal waren selten dieselbe Zahl.

Übersichtsseite der Lagerverwaltung: vier Kennzahlen für Artikel, Kunden, Bestellungen und Lagerwert, darunter eine Tabelle offener Bestellungen mit Status, Artikeln und Gesamtpreis.
Abb. 01Der Überblick beim Anmelden: Kennzahlen oben, offene Bestellungen darunter. Links die Bereiche bis hin zum Barcode-Scanner.

Was gebaut wurde

Problem
Der Bestand im System und der Bestand im Regal waren selten dieselbe Zahl.
Lösung
Web-Anwendung mit Barcode-Ausbuchen am Regal – kompatibel zur alten Datenbank.
Ergebnis
Bestand in Echtzeit, Umstellung ohne Datenmigration, Alt und Neu parallel.

Zuerst entstand die klassische Lösung: eine Verwaltungsoberfläche für Artikelstamm, Kundenstamm und Bestellungen, dazu ein Server, der sämtliche Datenbankzugriffe kapselt. Für jeden angelegten Artikel wird automatisch ein Barcode erzeugt und ein freier Lagerplatz vergeben; sinkt der Bestand unter eins, wird der Platz wieder freigegeben.

Dazu kam eine Android-App: Sie zeigt alle offenen Bestellungen, und die enthaltenen Artikel werden am Regal per Barcode ausgebucht. Sind alle Positionen erfasst, wechselt die Bestellung selbstständig auf erledigt und verschwindet aus der Liste. Der Weg zurück zum Rechner entfällt – und damit der Zettel, der ihn ersetzt hat.

Später habe ich das System auf eine Web-Anwendung umgestellt: dieselben Abläufe, aber im Browser und auf dem Smartphone, mit Rollen und Rechten, Etiketten- und Belegdruck. Entscheidend war, dass die bestehende Datenbankstruktur kompatibel blieb. Alt- und Neusystem konnten parallel laufen, und die Umstellung musste nicht an einem Wochenende durchgezogen werden.

Eckdaten

Anwendung
Lagerverwaltung
Kurz gesagt
Lagerverwaltung mit mobilem Ausbuchen direkt am Regal
Rolle
Konzept, Entwicklung, Betrieb
Technik
Ursprünglich Java · Android-App für das Ausbuchen per Barcode · Heute als Web-Anwendung: Node.js-Backend · Anmeldung · Als Progressive Web App installierbar – Barcode-Scannen ohne Umweg über einen App-Store · Betrieb in Containern

Ergebnis

  1. Bestandsführung in Echtzeit statt nachgetragener Zettel

  2. Umstellung ohne Datenmigration – die bestehende Datenbank blieb weiter nutzbar

  3. Parallelbetrieb von Alt- und Neusystem während der Umstellung möglich

  4. Lieferscheine, Rechnungen und Bestandslisten entstehen auf Knopfdruck

Ansichten der Anwendung

Lagerbestandsliste mit Kennzahlen zu verfügbaren Artikeln, niedrigem Bestand, Unterschreitung des Mindestbestands und Gesamtwert. Warnhinweise melden vier Artikel mit niedrigem und zwei ohne Bestand. Die Tabelle zeigt Hersteller, Modell, Anzahl, Preis, Mindestbestand, Lagerplatz und Status.
Abb. 02Der Mindestbestand meldet sich von selbst, statt beim Nachschauen aufzufallen. Export und PDF für die Inventurliste sind eingebaut.
Die Anwendung auf dem Smartphone: Offene Bestellungen als Karten mit Kunde, Datum und Artikelliste. Je Artikel stehen gewünschte, verbleibende und ausgebuchte Menge sowie ein Symbol zum Scannen des Barcodes.
Abb. 03Dasselbe System am Regal: Je Position ist sichtbar, wie viel noch fehlt – ausgebucht wird per Barcode-Scan. Der Weg zurück zum Rechner entfällt.
Lagerplatz-Übersicht mit Gesamtzahl der Plätze, freien und belegten Plätzen sowie einem Auslastungsbalken bei 70 Prozent, daneben Schaltflächen zum Erweitern des Lagers und zum Aktualisieren der Statistik.
Abb. 04Lagerplätze werden automatisch vergeben und wieder freigegeben. Die Auslastung sagt, wann es eng wird.
Artikelstamm mit Hersteller, Modell, Beschreibung, Anzahl, Preis und zugeordnetem Lagerplatz, dazu Suchfeld und Schaltfläche für einen neuen Artikel.
Abb. 05Jeder neue Artikel bekommt automatisch einen Barcode und einen freien Lagerplatz.
Bestellübersicht mit Bestellnummer, Kunde, Datum, Status, Gesamtpreis und Artikelanzahl, filterbar nach Status und durchsuchbar nach Nummer oder Kunde.
Abb. 06Bestellungen durchlaufen die Zustände in Bearbeitung, abgeschlossen und storniert – nachvollziehbar statt auf Zuruf.
Liste der manuellen Ausbuchungen mit Datum, Benutzer, Hersteller, Modell, Anzahl und Kommentar, filterbar nach Zeitraum, Benutzer und Kommentar.
Abb. 07Auch Entnahmen ohne Bestellung werden gebucht – mit Benutzer, Zeitpunkt und Begründung. Wer wann was genommen hat, lässt sich nachlesen.
Kundenstamm mit Ansprechpartner, Firma, E-Mail-Adresse, Telefon, Ort und Kundennummer, dazu Suchfeld und Schaltfläche für einen neuen Kunden.
Abb. 08Der Kundenstamm hinter Bestellungen und Belegen – Ansprechpartner, Kontakt und Kundennummer an einer Stelle.
Benutzerverwaltung mit Name, Berechtigung, Abteilung, Status sowie Zeitpunkt der Anlage und der letzten Anmeldung, filterbar nach Berechtigung.
Abb. 09Rollen von Benutzer bis Administrator. Jede Buchung ist damit einer Person zugeordnet.

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